Gastritis beim Hund

Gastritis, Magenschleimhautentzündung auf Deutsch, ist beim Hund recht verbreitet und kann sowohl einen akuten als auch einen chronischen Verlauf nehmen.

Oft wird die Magenschleimhautentzündung von den Hundehaltern gar nicht erkannt und dementsprechend auch nicht behandelt. Oder der Hund wird als „mäkelig“ bezeichnet, weil er öfters nicht essen möchte… Vielen ist aber nicht bewusst, dass doch was anderes dahinterstecken kann.

Gastritis beim Hund
Quelle: https://www.hinx.at

Was sind die Ursachen?

Zur Verdauung des Essens produziert der Magen aggressive Magensäure. Die Magenschleimhaut, die den Magen auskleidet, besitzt einen speziellen Schutzmechanismus um zu verhindern, dass sie von der Magensäure angegriffen wird. Eine Magenschleimhautentzündung entsteht dann, wenn Faktoren eintreten, die entweder den Schleim angreifen oder die Produktion der Magensäure erhöhen.

Die Ursachen von Gastritis können vielfältig sein. Man unterscheidet vier verschiedene Arten der Magenschleimhautentzündung.

Gastritis Typ A

Der Typ A ist eine Erkrankung des Immunsystems. Die Antikörper im Organismus greifen die Zellen der Magenschleimhaut an. Dadurch kommt es zunächst zu einem Anstieg des pH-Wertes im Magen. Der Körper reagiert darauf mit einer erhöhten Produktion von Magensäure.

Gastritis Typ B

Die Typ-B-Magenschleimhautentzündung ist mit Abstand die häufigste Form der Krankheit. Der Auslöser ist eine Infektion mit Helicobacter-Bakterien. Werden diese Bakterien im Körper aufgenommen, breiten sie sich aus und setzen sich meist in der Magengegend fest. Helicobacter pyloris ist bekannt dafür, Magengeschwüre zu verursachen.

Gastritis Typ C

Diese Art bezeichnet die Entzündung, welche durch chemische Substanzen hervorgerufen wird. Bestimmte Medikamente (etwa Antibiotika, Kortison oder Schmerzmittel) greifen die Magenschleimhaut an.

Gastritis Typ D

Unter dieser Kategorie werden diejenigen Magenschleimhautentzündungen zusammengefasst, die andere als oben genannte Ursachen haben. Ein Teil der Ursachen können psychischer Natur sein. So neigen gestresste Hunde zur Gastritis. Weitere Ursachen können falsche Ernährung, Fremdkörper im Magen oder Verbrennung sein.

Was sind die Symptome?

  • Sodbrennen (Schmatzen, Speicheln, häufiges Gähnen, vermehrtes Fressen von Gras, Erde oder gar unverdaulicher Dinge.)
  • Appetitlosigkeit (Futterverweigerung. Oftmals werden die Hunde als mäkelige Fresser bezeichnet, dabei haben sie die Erfahrung gemacht, dass es ihnen nach der Futteraufnahme unwohl wird.)
  • häufige morgendliche Übelkeit
  • Ruhelosigkeit
    Viel Ruhen und Schlafen
  • Lustlosigkeit
  • Starker Mundgeruch
  • aufgekrümmter Rücken
  • Schmerzen in der Magen- und Darmgegend
  • Magen-Darm-Geräusche
  • Verlangen nach viel (kaltem) Wasser
  • Erbrechen
Gastritis beim Hund

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Schulmedizinisch wird eine Gastritis mit Antibiotika und mit Magensäure Hemmern behandelt. Des Weiteren wird Dein Tier wahrscheinlich auf Schonkost in Form von speziellem Nassfutter umgestellt.

Alternativmedizinisch ist meist eine individuell angepasste Ernährungsumstellung zu empfehlen.

Welche Kräuter helfen bei einer Gastritis?

Wenn man recherchiert, bekommt man ziemlich viele Tipps… Sei es Heilerde oder ein Aloe Vera Gel.

Das sind aber öfters Sachen, die man nicht unbedingt direkt Zuhause hat.

Ich versuche erstmal mit „richtigen“ Hausmittel die Magenschleimhautentzündung zu bekämpfe.

Die meisten erfolge habe ich mit Kamille-Fenchel Tee mit Haferbrei! Wenn du nur Kamille- oder nur Fencheltee Zuhause hast, ist nicht schlimm! Beide wirken antibakteriell, entspannend und appetitanregend. Ein Beispiel für ein Rezept für den Haferbrei wäre eine Tasse Wasser und ungefähr 4 Esslöffel feine Haferflocken mischen und kochen bis eine weiche Masse entsteht.

Mehrmals am Tag verteilt könnt ihr dann eueren Vierbeiner eine Portion Haferbrei mit ein bisschen Tee anbieten. Die Dosierung für den Tee wäre pro 10kg ungefähr 1-2 TL.

Gastritis beim Hund
https://www.hundeo.com
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